|
|
 |
 |
 |
 |
|
|
|
|
|
|
„Ein Tier nicht zu vermenschlichen fällt uns des Öfteren schwer. Aber den Hund nur für unsere Bedürfnisse wie Freizeit, Hundesport oder Jagd zu betrachten, wird diesem wunderbaren Geschöpf ebenfalls nicht gerecht.“ (Claudia Finke, Die Gefährten)
Der Retriever wird immer noch so gezüchtet, dass er die Aufgabe als Apportierhund für die Arbeit nach dem Schuss hervorragend bewältigen kann. Je nach Anlagen ist der Jagdtrieb entsprechend größer oder kleiner oder kann durch positive Erlebnisse (Hetzten von Wild) verstärkt werden. Der Golden ist in erster Linie ein Jagdhund und nicht ein reiner Familienhund zum Gassigehen bei schönem Wetter und sollte daher entsprechend sinnvoll beschäftigt werden. Dies muss nicht zwingend eine jagdliche Beschäftigung sein. Eine gute Alternative bietet die sog. Dummyarbeit, bei der nicht mit Wild, sondern mit Dummys (ein mit schwimmfähigem Material gefülltes Leinensäckchen) gearbeitet wird. Aber es gibt viele Formen den Hund sinnvoll auszulasten wie z.B. Fährten- oder Flächensuche, Stoffidentifikation, Kommunikatives Spazierengehen etc., Hauptsache man macht etwas Gemeinsames, das dem Mensch-Hund-Gespann Freude bereitet.
Nach unseren Anfangsfehlern mit Lotte war ich immer auf der Suche nach einer Ausbildung, bei der sich der Hund, und damit auch ich, wohl fühlt. Bei vielen Trainings kann man immer wieder beobachten und HÖREN, wie ein Hund angebrüllt, mit Leinenruck gearbeitet wird und andere inakzeptable Erziehungsmethoden angewendet werden und das war nicht das, was ich wollte. Nach langem Suchen und Ausprobieren, bin ich schließlich bei Animal Learn gelandet. Für mich ist diese Erziehungsphilosophie eine optimale Art und Weise, mit einem Hund freundschaftlich und vertrauensvoll umzugehen. Die Eckpfeiler dieser erfolgreichen Ausbildung sind Vertrauen, Erklärung und positive Verstärker, Gewalt- und Schmerzeinwirkung jeglicher Art wird abgelehnt. Dabei handelt es sich nicht um eine anti-autoritäre Methode, wie fälschlicherweise oft verbreitet wird, nur weil der Hund ein Brustgeschirr trägt. Dem Hund werden ebenso Grenzen gesetzt, aber diese müssen verständlich aufgebaut werden und können nicht einfach durch Druck (auch psychischer) und Zwang durchgesetzt werden. Im Vordergrund steht immer zu schauen, wie es dem Hund geht, was zeigt er gerade an, warum zeigt er es usw., denn auch ein Hund hat eine Psyche, Gefühle, das Recht auf Persönlichkeit und Spielraum für Eigenständigkeit.
Da der Beruf des Hundetrainers in Deutschland nicht geschützt ist, ist es schwierig, einen wirklich guten Trainer zu finden, der über eine entsprechenden Ausbildung in Theorie und Praxis verfügt und dieses fundierte Wissen an Hundehalter weitergeben kann. Meine Freundin Andrea bildet hier eine große Ausnahme, aber die gibt es eben nicht in ganz Deutschland:-) Animal Learn-Trainer (oder die, die nach diesem Prinzip arbeiten und sich weiterbilden) verfügen über fachliche Kompetenz und eine absolut akzeptable Arbeitsweise und ich gebe immer mit einem sehr guten Gefühl meine Welpen in deren Hände und wurde bislang nicht enttäuscht.
Sie werden bei mir wenig über Prüfungen lesen, denn ich bin absolut kein Prüfungsmensch. Ich möchte diesen Druck ungern an meine Hunde weitergeben und gehe daher sehr verhalten mit Prüfungsmeldungen um. Für mich ist wichtig, dass meine Hunde beschäftigt werden und mit mir gemeinsam etwas unternehmen, aber es soll ihnen Spaß machen. Dabei finde ich es nicht wichtig, auf vielen Prüfungen zu laufen oder beste Ergebnisse zu erzielen, denn das sagt in meinen Augen wenig über die Mensch-Hund-Beziehung und die Arbeitsanlagen des Hundes aus. Auch Hunde ohne viele Prüfungen können hervorragende Arbeitsanlagen haben.
Mir ist wichtig, dass meine Welpenleute eine enge und vertrauensvolle Bindung zu ihren Hunden aufbauen und dass ein gewaltfreies und faires Training gewählt wird, das auf die Bedürfnisse des Hundes abgestimmt ist. Lilo hat mir z.B. erst mit einem Jahr ganz deutlich gezeigt, dass sie Dummys ganz großartig findet, also haben wir dann das Training aufgenommen. Vorher hätte das gar keinen Sinn gemacht, weil sie noch nicht so weit war und ich hätte mit viel Druck etwas von ihr verlangen müssen, zu dem sie einfach noch nicht bereit war. Das als Hundeführer zu erkennen finde ich enorm wichtig und das wünsche ich mir u.a. für meine Welpen.
Wer sich also in dieser Philosophie der fairen, gewaltfreien und souveränen Führung eines Hundes wieder findet, kann gern mit mir in Kontakt treten.
|
|